DIY – Weihnachtsbaum aus Holz

Traditionelle Weihnachtsbäume sind schön – aber irgendwie konnte ich mich mit dem Genadel nie anfreunden. Aus Holz sollte er aber schon sein … Und so entstand kurzerhand der Weihnachtsbaum aus Holzlatten. Ein absoluter Hingucker, hyggelig und platzsparend zu verstauen über das Jahr. Wenn es Euch ähnlich geht, dann findet ihr hier eine Anleitung zum Nachbauen.

Was braucht ihr dafür

Material:

  • Holzlatten (6 x 2cm)
  • Kanthölzer quadratisch (6 x 6cm)
  • Gewindestange 16mm, hier: 1,55m lang
  • Passende Muttern (3x)
  • Unterlegscheiben (2x)
  • 8x Holschrauben ca. 9cm lang

Werkzeug:

  • Stichsäge
  • Ratsche
  • Rohrzange
  • Bohrmaschine
  • Forstnerbohraufsatz: 16mm
  • Lochsägeaufsatz: 40mm (oder Forstnerbohrer)
  • Holzstemmeisen (für die Lochsägearbeit)
  • Sandpapier

Los geht's

Vorab: die Menge der Latten, die ihr benötigt hängt von der Länge ab, die Ihr im Baumarkt findet und natürlich von der Größe des Baumes. Für einen 1,55m Baum wie hier braucht ihr in der Gesamtlänge für den Korpus ca. 20m von den Holzlatten und von den Kanthölzern etwas mehr als 2m. Das hängt natürlich auch davon ab wie ihr die Latten verteilen wollt  – daher nur ungefähre Angaben.

Der Fuß!

Für einen stabilen Fuß braucht ihr erstmal ein Kreuz, dass ihr aus den Kanthölzern zuschneidet. Ihr braucht 2x 70cm und 2x 32cm. Auf eines der 70cm langen Kanthölzer schraubt ihr die 2 x32cm mit einer Aussparung in der Mitte von 6cm. Die Aussparung dient quasi als Platzhalter für den zweiten 70cm Fuß – also das Kreuz. In beide 70cm Hölzer bohrt ihr mittig ein Loch mit dem 16mm Aufsatz. In dem nicht verschraubten 70cm Holz bohrt ihr nun zusätzlich mit dem Lochsägeaufsatz oder Forstnerbohrer eine breitere Vertiefung von ca. 2cm. Diese überdeckt später die unterste Mutter an der Gewindestange.

Der Korpus!

Als nächstes schneidet ihr die Latten für den Tannenbaum-Korpus. Bei mir ist die unterste Latte 1,12m lang, die zweite ca. 4cm weniger also 1,08m. Ich habe immer zwischen 2-4cm zur jeweils vorherigen gekürzt. Die letzte auf der Spitze ist 12cm lang.

Der Baum hat durch diese Variation einen etwas bauchigeren oder fülligeren Korpus und ist kein absolut symmetrisches Dreieck. Das könnt ihr ganz nach Geschmack entscheiden. Aber so genau sieht man das dann eh nicht mehr, wenn man den Baum aufstellt.

 

Wenn ihr mit den Latten für den Korpus fertig seid, müsst ihr nun noch in jede Latte mittig ein Loch bohren mit dem 16mm Bohraufsatz.

Ihr braucht nun noch die Zwischenhölzer die immer zwischen den einzelnen Latten kommen. Diese schneidet ihr aus den flachen Holzlatten zu (hier mit einer Länge von 6cm).

Mit Sandpapier könnt ihr die Schnittflächen immer etwas abschleifen.

Bei einem Baum in der angegebenen Höhe komme ich auf 34 Holzlatten für den Korpus und 33 Zwischenhölzer.

Fehlt noch der Stamm!

Meine erste Holzlatte vom Korpus beginnt ab ca. 19cm vom Boden (inklusiv Fuß). Dafür habe ich von den Kanthölzern 3x 6cm abgeschnitten und in 2 jeweils mittig ein Loch gebohrt. In das dritte Holz müsst ihr noch ein großes Loch mit dem 4cm Bohraufsatz bohren. Das verdeckt die darunterliegenden Muttern auf der Gewindestange.

Wenn ihr mit einem Lochsägeaufsatz bohrt, wie hier im Bild, müsst ihr das innere Holz noch mit einem Stemmeisen rausarbeiten. Kleiner TIPP: mit einem Forstnerbohrer erledigt ihr diese 2 Schritte in einem – ich habe das genommen, was eh schon da war.

 

Jetzt beginnt der Aufbau!

Wir beginnen unten und arbeiten nach oben.

D.h. als erstes stecken wir die beiden Standfußleisten (70cm) ineinander zum Kreuz. Dabei kommt das einfache 70cm Kantholz ganz nach unten mit der gebohrten Aussparung zum Boden zeigend (also umgekehrt(!) als im Bild).

Als nächstes schraubt ihr 2 Muttern gefolgt von einer Unterlegscheibe ca. 15cm auf die Gewindestange.

Jetzt steckt ihr die Stange durch den Fuß und schraubt von unten die Unterlegscheibe und Mutter mit der Ratsche fest. Wichtig ist, dass die Mutter in der Aussparung verschwindet damit das Ganze stabil auf dem Boden steht.

Mit der Rohrzange die oberen Muttern gut festziehen. Die oberste Mutter dient als sogenannte Kontermutter, die zusätzlich gegen die untere Mutter gedreht wird, um diese vor dem Losdrehen zu sichern.

Achtet darauf, dass jetzt alles möglichst fest ist, damit es das Gewicht der Latten auch halten kann und nicht wankt.

Jetzt wird aufgefädelt!

Der etwas schwierigere Teil ist nun geschafft. Wir setzen den Baum jetzt zusammen.  Als erstes kommen die 3 Hölzer für den Stamm. Nicht vergessen, als erstes das mit dem großen Loch, welches die Muttern überdeckt.

Dann kommt die längste Latte und somit unterste Latte, ein Zwischenholz, die nächste Latte… usw. Darauf achten, dass ihr immer die Reihenfolge eurer Latten einhaltet.

Das letzte Stück wird einfach nur drauf gesteckt - ihr müsst es nicht festschrauben.

 

Und schon seid ihr fertig. Die Latten vom Korpus nun fächern und dann muss er nur noch dekoriert werden, wobei ich finde, dass er auch so schon viel her macht oder? Und das Gute ist, wenn ihr ihn übers Jahr verstauen müsst, stellt ihr die Holzleisten wieder auf eine Ebene und er nimmt gleich viel weniger Platz weg.

So sieht das Ergebnis aus!

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Posted in Weihnachten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.